Konzept

Erkläre mir und ich vergesse.insKonzept

Zeige mir und ich erinnere.

Lass es mich tun und ich verstehe.

(Konfuzius)

1. Rahmenbedingungen:

1.1. Einrichtungsart und Zielgruppe:
Der Kindergarten Benjamin ist ein Evangelisch-Lutherischer integrativ Kindergarten. Wir nehmen jedes Kind auf; gleich welcher Herkunft oder Religion. Außerdem arbeiten wir mit Stammgruppen und alters- und geschlechtergemischt. Unser Aufnahmealter ab 3 bis 6 Jahren.

1.2. Träger:

Träger:                                 evang. Dietrich Bonhoeffer Kirche Germering

vertreten durch:                Pfr. Dr. Michael Lorenz

Telefon:                               (089) 894 062 80

Fax:                                       (089) 894 062 89

eMail:                                   pfarramt.bonhoeffer.germering@elkb.de

1.2.1 Gesamtleitung

Gesamtleitung Kindergarten Benjamin / Kinderland Jonathan

Diakonin Antje Brandl

Goethestraße 28

82110 Germering

Telefon:                               (089) 894 062 83

Fax:                                      (089) 894 062 85

eMail:                                   brandl.elkb@gmx.de

 

1.3. Öffnungs-, Kern- und Schließzeiten:
Montag bis Donnerstag: 7.00-17.00 Uhr
Freitag: 7.00-16.00 Uhr

Kernzeit: 8.30-12.30 Uhr. Schließzeiten: werden immer rechtzeitig am Anfang des Kindergartenjahres ausgeteilt bzw. bekannt gegeben.

1.4. Anzahl der Plätze:
Zwei Regelgruppen mit je 25 Kinder und eine Integrationsgruppe mit 15 Kindern.

1.5. Pädagogisches Personal:
Fachkraft / Leitung Stunde mit 35 Stunden die Woche.
Drei Fachkräfte mit 40 Stunden die Woche.
Drei Ergänzungskräfte mit je 40 Stunden in der Woche.

Praktikanten können wir nur unentgeltlich nehmen.

1.6. Sonstiges Personal:
Ein Hausmeister mit 3 Stunden in der Woche.
Zwei Reinigungskräfte mit 15 Stunden und 8 Stunden die Woche.
Eine Küchenkraft mit 15 Stunden die Woche.

 2.) Theoretische Grundlagen unserer Arbeit:

2.1. Der Auftrag des Kindergartens:
Unsere Einrichtung hat neben der Betreuungsaufgabe einen Erziehungs- und Bildungsauftrag, welcher mit dem Bay.KiBiG gekoppelt ist. Unsere Institution hat die Aufgabe, das Kind unterschiedliche soziale Verhaltensweisen, Situationen und Probleme bewusst erleben zu lassen und jedem einzelnen Kind die Möglichkeit zu geben, seine eigene soziale Rolle innerhalb der Gruppe zu erfahren; wobei ein partnerschaftliches, gewaltfreies und gleichberechtigtes Miteinander insbesondere auch der Geschlechter untereinander, erlernt werden soll.

Uns ist es wichtig den Kindern zur Selbständigkeit und Eigenaktivität zu verhelfen,  die Begabungen (Stärken) zu fördern und die Entfaltung der geistigen Fähigkeiten zu  unterstützen.

2.2. Der pädagogische Ansatz:
Der pädagogische Ansatz ist der rote Faden, der sich durch die Kinderarbeit zieht, welcher Ausgangspunkt aller Entscheidungen ist, die getroffen werden.
In unserer Einrichtung arbeiten wir nach dem situationsorientierten Ansatz. Wir wollen die Entwicklung der Kinder fördern und sie zu selbständigen, denkenden, aktiven und kooperativen Persönlichkeiten erziehen. Ziel unserer täglichen Arbeit ist es, jedes Kind in der Entwicklung seiner Persönlichkeit so zu stärken, zu unterstützen und zu begleiten, dass es sich in seiner Lebenswelt zunehmend selbständig zurechtfindet und in ihr bestehen kann. Unsere Kinder lernen Schritt für Schritt ihre Lebenssituation selbst bestimmt, sachgerecht und solidarisch zu bewältigen. Ihre Entwicklung wird durch Erfahrungen, Erlebnissen und Herausforderungen  im Kindergartenalltag gefördert.

Das Zusammenleben der Kinder in der altersgemischten Gruppe fordert sie zu einem verantwortungsbewussten und rücksichtsvollen Umgang miteinander heraus.

Wir setzen Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder und gestehen ihnen zu, aus Fehlern, sowie durch Umwege, zu lernen. Durch unsere Vorbildfunktion haben die Kinder die Möglichkeit das Verhältnis zu uns Pädagogen aufzubauen bzw. zu vertiefen, das schafft wiederum ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit.

Unser Leitbild:

„Wo Kleines groß werden kann

Wir: nehmen jedes Kind an, so wie es ist und helfen ihm bei der Entwicklung seiner Persönlichkeit.

Kind: jedes Kind ist ein Individuum. Wir helfen dem Kind auf dem Weg zur seiner Selbständigkeit und Autonomie. Das Kind soll lernen Verantwortung zu übernehmen und soll seine Identität finden. Wir begleiten es bei der Entwicklung von lebenspraktischen Fähigkeiten.

Eltern: wir schaffen eine offene, ehrliche und vertrauensvolle Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.

Träger: die christlichen Werte sind Grundlage unserer Arbeit, wir vermitteln den christlichen Glauben.

Unsere Werte und Überzeugungen:

Vertrauen schaffen
Annahme und Wertschätzung jedes Kindes
Erziehung durch Beziehung
Offene Begegnung für Alle, egal welche Herkunft das Kind besitzt
Konflikte ernst nehmen
Lösungsmöglichkeiten gemeinsam entdecken
Das Zusammenleben leben und erlernen
Bestärkung von Bestehendem
Begabungen fördern
Erfahrung sammeln lassen – Hinführung auf was Neues
„Was du nicht willst das man dir tut, dass füge auch keinem anderen zu, auch im Hinblick der 10 Gebote
Schaffen von Erfolgserlebnissen
Stärkung des Selbstbewusstseins.

Lernen im Kindergarten ist deutlich von dem der Schule zu unterscheiden. So bedeutet Lernen im Kindergarten, dass jedes Kind seine eigene Entwicklungszeit hat, um seine Stärken und Fähigkeiten zu entfalten, wobei die persönlichen Interessen berücksichtigt werden können. Wir sehen uns als Entwicklungsbegleiter.  Impulse der Kinder werden aufgegriffen, um auf diese Weise die Entwicklung der Kinder zu fördern. Dabei stehen die Bedürfnisse und nicht nur die Wünsche der Kinder im Vordergrund. Das pädagogische Personal leitet aus Beobachtungen (Beobachtungsbögen, speziell für jedes Kind) Situationen ab, die für die meisten Kinder von Bedeutung sind und entwickeln daraus Projekte für die Kindergartengruppe.

Wir unterstützen… Was wollen wir erreichen? Wie wollen wir es erreichen?
Soziales Verhalten und Emotionalität Das Kind muss Platz haben die vielfältigen Erlebnisse und Konflikte zu verarbeiten. Es darf seine Gefühle zulassen und lernt so sich auszudrücken. Das Kind soll sich als ernstgenommene Persönlichkeit fühlen. Es entsteht eine Wertschätzung für die eigene Person – ein Wir-Gefühl und Mitgefühl entsteht. Freie und angeleitete Spiele Rollenspiele und Brettspiele Gruppenspiele Spielregeln einüben dadurch wird die               Frustrationstoleranz erweitert.
Religiöse Bildung Vermittlung der christlichen Werte. Kennenlernen von verschiedenen Religionen. Erzählen von biblischen Geschichten Singen von christlichen Kinderliedern Gebete, z.B. zum Essen, Geburtstag, Abschied vorbereiten und feiern von christlichen Festen Gottesdienste erleben und mitgestalten
Selbständigkeit und lebenspraktische Fertigkeiten Erlernen von alltäglichen Fertigkeiten. Möglichkeit für praktische Erfahrungen. Gemeinsam: Kochen, Backen, Essen, Einkaufen Selbständigkeit fördern, z.B. beim An- und Ausziehen oder beim Aufräumen    Für sich und andere Verantwortung übernehmen Pfleglichen Umgang mit Dingen erlernen Entscheidungen fällen und Konsequenzen tragen Umgangsformen einüben
Musikalisch- gestalterische Kreativität Förderung von musikalischer, gestalterischer und künstlerischer Kompetenz durch Kreativität und Phantasie Singen und Musizieren mit Orff-Instrumenten Malen mit und ohne vorgegebenes Thema Basteln und Gestalten mit einfachen Mitteln
Wahrnehmung und Konzentration Förderung intensiver Wahrnehmung und Konzentration. Raum und Zeit, um die Sinne zu schärfen und u.a. Formen, Farben und Mengen erfahrbar zu machen. Konzentrationsspiele Erzählen und Zuhören Bilderbücher betrachten Zahlen, Formen, Farben erkennen und benennen Merkfähigkeit durch Lieder und Verse
Sprachbildung, Begriffsbildung Sprache erlernen und erweitern. Gefühle und Wünsche äußern. Sprachentwicklung durch gezielte Förderung. Liedtexte und Fingerspiele Geschichten nacherzählen Erlebtes in Worte fassen Gruppengespräche Vorlesen und Bilderbücher ansehen
Grobmotorik Feinmotorik Koordinationsfähigkeit erwerben. Körperwahr-nehmung stärken. Turnen und Rhythmik(im Rahmen unserer räumlichen Möglichkeiten) Schneiden, Falten, Kneten, Malen, Fädeln Rechts- und Linkshändigkeit achten Klettern, Toben, Ballspiele Fangspiele
Umweltbewusstsein Wecken von Interessen an unserer Umwelt, schafft Bewusstsein für Natur und Material. Anleiten zu aktivem Umweltschutz Mülltrennung erlernen Naturbeobachtung und Naturerfahrungen Gartenpflege / Pflanzen in Töpfen Gesunde Ernährung

3.) Die Zusammenarbeit

Sie, liebe Eltern, sind unsere wichtigsten Partner bei der Förderung und Erziehung Ihres Kindes! Der Kindergarten und die Familie sollen sich ergänzen. Deshalb suchen wir den Austausch mit Ihnen. Ehrlichkeit ist die Grundbasis für eine gute Zusammenarbeit, deshalb legen wir sehr viel Wert darauf! Wir haben immer ein offenes Ohr für Ihre Wünsche, Anregungen, Ideen, Kritik und Probleme. Bitte nehmen Sie diese Möglichkeit auch wahr!

3.1. Kommunikation:
Die Kommunikation zwischen Ihnen und dem Kindergarten ist uns sehr wichtig. Ohne diesen Austausch kann der Kindergartenalltag nicht so reibungslos verlaufen, wie gewünscht. Deshalb bieten wir Ihnen regelmäßig:

– Tür- und Angelgespräche, z.B. beim morgendlichen Bringen der Kinder oder beim Abholen besteht die Gelegenheit zu einem kurzen Austausch.
– Geplante Elterngespräche bzw. Entwicklungsgespräche
– Elternabende, wir erleben den Austausch der Eltern untereinander als äußerst hilfreich,    deshalb empfehlen wir Ihnen, an den Elternabenden regelmäßig teilzunehmen.
– Abschlussrunde des vergangenen Kindergartenjahres
– Thematische Veranstaltungen in Form von Festen und Feiern

Ein Kind fühlt sich sicherer, wenn es spürt, dass zwischen Eltern und dem pädagogischen Personal ein guter Kontakt besteht. Es erlebt mehr Konsequenz und Klarheit, wenn wir uns gegenseitig über die Belange der Kinder informieren. Ein regelmäßiger Informationsaustausch unterstützt das Kind in seiner Entwicklung und die Familie bei Konflikten oder Problemen. Wichtig: alle Informationen, die die Erziehungsberechtigten oder Sorgeberechtigten an uns weitergeben, werden vertraulich behandelt und unterliegt der Schweigepflicht.

3.2.  Allgemeine Informationen zur Zusammenarbeit :
Jede Sprache und Dialekt ist bei uns im Kindergarten Willkommen. Damit wir aber einander verstehen, wäre es sehr nett, wenn Sie versuchen, bei uns in der Einrichtung deutsch zu sprechen.
Wir unterstützen Sie in allen Belangen, aber dafür ist eine selbständige Mitarbeit Voraussetzung!
Durch Informationen an unseren Pinnwänden und durch Elternbriefe ermöglichen wir Ihnen Einblicke in unserer Arbeit und teilen Ihnen wichtige Termine rechtzeitig mit.
Einladungen zu Elternabenden und unseren Festen, zu denen wir die gesamte Familie einladen, finden Sie in den namentlich gekennzeichneten Briefkästen neben der Gruppenraumtür.
Wenn Sie Anträge zur Förderung auf den Kindergartenbeitrag und/oder Verpflegung stellen wollen, bitte sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.

Bitte beachten Sie auch unsere Hausordnung.???????????????????????????????

3.3. Zusammenarbeit mit externen Fachkräften:
– Logopädin
– Ergotherapeutin

4.) Basisstandard:

4.1. Umsetzung des Bayerischen Kinderbildungs- und betreuungsgesetzt:
Der seit dem Jahr 2006 vorliegende Bayerische Bildungs-und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung versteht sich als Grundlage für die pädagogische Arbeit in unserer Einrichtung. Außerdem setzen wir uns regelmäßig, auf allen Ebenen und in Besprechungen, mit den Themen des KiBiG auseinander. Hinzu kommt, dass sich die pädagogische Arbeit im Sinne von Partizipation und Kooperation grundsätzlich altersübergreifend und projektbezogen gestaltet.

4.2. Elternbeirat Art.14:
(1) 1 Zur Förderung der besseren Zusammenarbeit von Eltern, pädagogischem Personal und Träger ist in jeder Kindertageseinrichtung ein Elternbeirat einzurichten. 2 Soweit die Kindertageseinrichtung Kinder ab Vollendung des dritten Lebensjahres betreut, soll der Elternbeirat zudem die Zusammenarbeit mit der Grundschule unterstützen.

(2) 1 Der Elternbeirat wird von der Leitung der Kindertageseinrichtung und dem Träger informiert und angehört, bevor wichtige Entscheidungen getroffen werden. 2 Der Elternbeirat berät insbesondere über die Jahresplanung, den Umfang der Personalausstattung, die Planung und Gestaltung von regelmäßigen Informations- und Bildungsveranstaltungen für die Eltern, die Öffnungs- und Schließzeiten und die Festlegung der Höhe der Elternbeiträge.

(3) Die pädagogische Konzeption wird vom Träger in enger Abstimmung mit dem pädagogischen Personal und dem Elternbeirat fortgeschrieben.

(4) Ohne Zweckbestimmung vom Elternbeirat eingesammelte Spenden werden vom Träger der Kindertageseinrichtung im Einvernehmen mit dem Elternbeirat verwendet.

(5) Der Elternbeirat hat einen jährlichen Rechenschaftsbericht gegenüber den Eltern und dem Träger abzugeben.

Quelle: http://www.stmas.bayern.de/kinderbetreuung/baykibig/

Der Elternbeirat vertritt die Interessen der Eltern, berät und unterstützt das Team und sucht den Austausch mit dem Träger der Einrichtung. Viele besondere Aktionen wäre ohne Elternmitwirkung nicht durchführbar. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Eltern, die uns immer wieder ihre Hilfe anbieten und unsere Arbeit so tatkräftig unterstützen.

4.2. Aufnahme:
Die Eltern haben das Recht, in der Einrichtung ihrer Wahl die Aufnahme des Kindes zu beantragen. Hierzu können die Eltern bei der öffentlich gemachten Einschreibung teilnehmen (siehe Regionalzeitschrift- bzw. zeitung der Stadt Germering) oder sie vereinbaren mit uns einen Termin und kommen dann zu uns in die Einrichtung. Wir helfen den Eltern ggf. beim Ausfüllen des Antrages auf Aufnahme, geben ihnen alle nötigen Informationen und zeigen ihnen den Kindergarten. Wir stellen unser Konzept vor, nehmen uns Zeit für alle Fragen.

4.3. Bring- und Abholzeiten:
Eine freundliche und zugewandte Atmosphäre beim Ankommen und beim Abholen der Kinder, trägt wesentlich zu einem positiven Verlauf des Tages bei. Daher ist es für uns selbstverständlich, dass alle Kinder und Eltern freundlich begrüßt und verabschiedet werden. Während der Bring- und Abholzeit  finden keine pädagogischen Angebote statt, außer der 8 Uhr-Aktion in der Früh. Wir möchten jedem Kind ein ruhiges Ankommen ermöglichen. Deshalb wird in der Zeit
von 8 – 8.30 Uhr Tischspiele, Puzzle, Einzelspiele, Malblätter angeboten.

4.4. Essen, Trinken, Kochen und Backen:
Mahlzeiten sind fester Bestandteil unseres Tagesablaufes und tragen wesentlich zur Gesundheit und dem Wohlbefinden der Kinder bei. Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Mahlzeit in entspannter Atmosphäre gemeinsam mit dem pädagogischen Personal einzunehmen. Außerdem können durch vielseitige Mahlzeiten, verschiedenste Geschmackserlebnisse kennen gelernt werden. Die Zusammenstellung des Speiseplans ist ausgewogen, abwechslungsreich und kindgerecht. Der Speiseplan hängt zur Ansicht für die Eltern an der Eingangstür aus. Hinzu kommt, dass den Kindern den ganzen Tag über ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Im Winter auch Tee.

Wenn wir mit den Kindern backen oder kochen halten wir uns an die Hygienevorschriften nach HACCP.

4.5. Räume und Material:
In unserem Kindergarten wird unsere pädagogische Arbeit von den räumlichen Rahmenbedingungen geprägt. Hier werden die Räume so kindgerecht vorbereitet, dass die Kinder sich wohlfühlen und den Bedürfnissen und Anforderung gerecht werden. Die Kinder haben die meiste Zeit des Tages, je nach Angebotsstruktur, Zugang zu allen Räumen, ebenso wie zu den verschiedenen Materialien (Papier, Kleber, Knete, etc.). Die Räumlichkeiten werden natürlich täglich gesäubert und nach den Hygienevorschriften gepflegt.

Insgesamt hat unser Kindergarten:  drei Gruppenräume, eine Essecke, zwei Therapieräume, eine kleine Turnhalle, eine Bibliothek mit einer Kinderloge, ein Besprechungszimmer, einem Teamzimmer, ein Büro, Putzkammer, Küche mit Vorratsspeicher und Toiletten (auch Behindertengerecht).

4.6. Beobachtung und Dokumentation:
Eine wesentliche Basis der pädagogischen Arbeit ist die gezielte und regelmäßige Beobachtung der Kinder, sowie die Dokumentation der individuellen Entwicklungsstände der Kinder. Die Beobachtung ist Voraussetzung für eine an den Bedürfnissen der Kinder orientierte Gestaltung des Lernumfeldes und der entsprechenden Angebote der Lebens- und Erfahrungswelt. Ebenso ist sie die Grundlage der regelmäßigen Entwicklungsgespräche mit den

Eltern. Wir beobachten und dokumentieren den Lern- und Entwicklungsverlauf aller Kinder unter Beobachtung der gesetzlichen Bestimmung des Soziadatenschutzes. Zur Beobachtung und Dokumentation verwenden wir die Bögen: SISMIK, PERIK, SELDAK und Portofolio.

4.7. Schulvorbereitung:
Die Kinder, deren Schuleintritt bevorsteht, werden im letzten Kindergartenjahr gezielt auf die Anforderungen der Schule vorbereitet. In regelmäßig stattfindenden Kleingruppen erwerben bzw. erweitern sie die für einen erfolgreichen Schulstart nötige Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die dabei eingesetzten Methoden und Themen-Schwerpunkte richten sich nach den Lernvoraussetzungen der Kinder.

4.8. Garten:
Unser Garten ist für das Verhältnis zur Kinderanzahl einer der Größten von ganz Germering. Der Garten wird nicht nur sehr groß sein, sondern auch einen Hügel, Spielhaus, Wasserrinne, Fahrbahn, Kletterturm, Balancierstäbe und eine Wiese befinden sich dann auf dem Gelände. Die Kinder gehen jeden Tag raus. Teilweise dürfen die Schützlinge auch alleine den Garten „unsicher“ machen. Übrigens unser Motto lautet: es gibt keine schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung.

5.) Sonstiges

5.1. Erster Tag:
Wir begrüßen Kind und Eltern im Eingangsbereich. Ein erster Kontakt baut sich auf. Der Eintritt in den Kindergarten ist für die Kinder und ihrer Familie ein bedeutsames Ereignis. Eintritt und Eingewöhnung sind mit intensiven Emotionen, vielfältigen Anforderungen und Erwartungen verknüpft. Deshalb ist die Eingewöhnungsphase so zu gestalten, dass sie für alle Beteiligten positiv verläuft und Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden. Hierbei bieten wir den Eltern täglich ein kurzes Feedback bzw. Reflexionsgespräch. Wir bitten die Eltern, sich ausreichend Zeit für die Eingewöhnung ihres Kindes zu nehmen.

5.2. Geburtstag:
Das Geburtstagskind steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Zur Brotzeit wird der Tisch festlich gedeckt. Der Platz des Geburtstagskindes ist oben an der Tafel. Dort stehen Kerzen. Das Geburtstagskind wartet zunächst mit den beiden selbstgewählten Freunden. Wir singen das Kind mit einem Geburtstagslied herein und lassen es „hochleben“. Nach dem Essen darf es sich das restliche Vormittagsprogramm wünschen.

5.3. Mittagsruhe:
Nach dem Essen geht es in die Gruppe und die Schlafenkinder haben die Möglichkeit ihren Mittagsschlaf zu halten (ca. eine Stunde). Es besteht kein Schlafzwang.

5.4. Andachten:
Nicht nur, dass wir vor dem Essen beten oder alle christlichen Feiertage feiern, sondern einmal im Monat,  kommt unser Pfarrer zu uns in die Einrichtung und veranstaltet mit den Pädagogen und den Kindern einen Gottesdienst in der Form eine kleinen Andacht.

5.5. Das Freispiel:
Während dieser Zeit haben die Kinder die Möglichkeit ihre Neugierde und ihren Bedürfnissen freien Lauf zu lassen. Jedes Kind kann nach eigenen Ideen und Interessen seinen Vormittag gestalten. Freispiel ist ein wichtiges Element indem die unterschiedlichsten Fähigkeiten im motorischen, sozialen und kognitiven Bereich angesprochen werden. Hierzu gehört unter anderem:
– Kontakte herstellen bzw. Kontaktaufnahme
– Gruppenspielregeln befolgen /Regeln befolgen
– rücksichtsvoll sein
– sich der täglichen Situation und neuen Herausforderungen stellen
-in Rollen schlüpfen
– Spass und Freude am gemeinsamen Spiel
– sich gegenseitig helfen
– Konzentration und Ausdauer werden gefördert
– Gedächtnistraining
– Fein- und Grobmotorik werden gestärkt
– Erfahrungen können im Fantasiespiel ausgelebt werden
– Selbständigkeit wird geprägt
– Erfahrungen mit verschiedenen Materialien werden gemacht

Das Spiel ist kein Kinderspiel:

Das Spiel ist eines der wichtigsten Elemente im Leben eines Kindes. Kinder erlernen und verarbeiten alles, was von Bedeutung ist, im Leben „spielend“. Deshalb entwickeln Kinder ihr Spiel selbst. Das Spiel bekommt eine Eigendynamik. Es werden eigene Ziele gesetzt, aber zugleich wird beim Spiel auch die Kreativität und Eigeninitiative gefordert und gefördert. Ebenso steigert sich beim Spielen das Selbstwertgefühl. Es dient der Aufarbeitung verschiedener Erlebnisse und Sinneseindrücke. Die verschiedenen Spielformen ermöglichen den Kindern, einen Weg zu finden, ihre Persönlichkeit zu entwickeln. Im Kindergarten findet das Spiel im Wesentlichen in der Gruppe statt. Das Kind hat durch jede Spielsituation die Möglichkeit, sein Sozialverhalten zu erproben. Damit wird auch die Auseinandersetzung mit anderen Kindern eingeübt, anders als z.B. bei Kindern, die hauptsächlich im häuslichen Umfeld, alleine, mit ihren Geschwistern oder erwachsenen Bezugspersonen spielen.

Bitte beachten Sie auch die tiergestützte Pädagogik bei Wissenswertes.